Fotostrecke: Die Walskelette des Wadi Hitan

Trockenes Flussbett

Bild: Richard Barnes

Trockenes Flussbett

Das Wadi Hitan lag einst unter Wasser. Wale tauchten und jagten darin. Ihre Fossilien haben sich in imposanten Ablagerungen erhalten und faszinieren Forscher wie Besucher.

Maiacetus Skelett

Bild: Richard Barnes

Maiacetus Skelett

Ägypten ist nicht das einzige Land, in dem frühe Wale Spuren hinterlassen haben. Dieser 47 Millionen Jahre alte, 2,6 Meter lange Maiacetus wurde in Pakistan entdeckt und ist heute im Paläontologischen Museum der Universität Michigan zu sehen. Mit seinen kräftigen Beinen bewegte er sich an Land wie ein Seelöwe, die Glieder lieferten auch den Schub beim Schwimmen. Spätere Wale nutzten die Schwanzflosse als Antrieb. Ihre Hinterbeine bildeten sich zurück, und die Vorderbeine verwandelten sich in Schwimmflossen.

Walkiefer im Sand

Bild: Richard Barnes

Walkiefer im Sand

Aus einem Kliff im Wadi Hitan ragt ein Walkiefer. «Ein altes ägyptisches Volksmärchen erzählt von einer Seeschlange», sagt der Paläontologe Philip Gingerich. «Möglicherweise lieferten Reste dieser Tiere dafür das Vorbild.»

Kiefer im Computertomograf

Bild: Richard Barnes

Kiefer im Computertomograf

Anhand von Computertomografien der Knochen eines Basilosaurus – hier sein Kiefer – wird ein Digitalmodell erstellt, das zeigen soll, wie der Wal schwamm und kaute.

Skelett im Schutzgebiet Wadi Hitan

Bild: Richard Barnes

Skelett im Schutzgebiet Wadi Hitan

«Fossile Wale sind ein Wunder Gottes», sagt Mohammed Sameh (links), der Leiter des Schutzgebiets Wadi Hitan. Hier setzt er mit dem Forscher Iyad Zalmout das Skelett eines Dorudon zusammen. Wegen der urzeitlichen Funde hat die Unesco das „Tal der Wale“ zum Welterbe erklärt.

Fossilknochen des Basilosaurus

Bild: Richard Barnes

Fossilknochen des Basilosaurus

«Einen 15 Meter langen Wal zusammenzusetzen ist der Traum – oder Albtraum – jedes Puzzlespielers», sagt der Restaurator William Sanders vom Paläontologischen Museum der Universität Michigan. Sein Team arbeitete ein Jahr lang an den Abgüssen der Fossilknochen eines Basilosaurus – hier mit den Rippen im Vordergrund und den Wirbeln dahinter. Die weißen Abgüsse werden bemalt, damit sie zu den rostfarbenen Originalen passen.

Gebilde im Wadi Hitan

Bild: Richard Barnes

Gebilde im Wadi Hitan

Sandstürme formen die Felsen im Wadi Hitan zu bizarren Gebilden. Die Ägypter nennen sie Schlammlöwen und sitzende Sphinxe.

Wirbel eines Basilosaurus

Bild: Richard Barnes

Wirbel eines Basilosaurus

Die Fortsätze an den Wirbeln des Basilosaurus dienten zur Befestigung kraftvoller Muskeln, die den Walschwanz und -rücken beim Schwimmen auf- und abbewegten.

Basilosaurus Skelett

Bild: Richard Barnes

Basilosaurus Skelett

Die Nase dieses 37 Millionen Jahre alten Basilosaurus ragte aus der einen Seite eines Hügels im Wadi Hitan, der Schwanz aus der anderen. Der von lockerem Sandstein umschlossene 16 Meter lange Wal war perfekt erhalten. In diesem Jahr wird er nach Ägypten zurückgebracht – als künftiges Herzstück eines neuen Walmuseums.

Nummulitenbecken

Bild: Richard Barnes

Nummulitenbecken

Die Nummulitenbecken glänzen feucht, sind aber trocken wie die Sahara.

Nummuliten

Bild: Richard Barnes

Nummuliten

Die münzgroßen Gehäuse von Einzellern – Nummuliten – sowie andere Relikte, die hier zu finden sind, liefern Hinweise auf das Leben und Sterben der frühen Wale.