„Hubble“ sieht wieder

Im Mai 2009 wurde die abgelaufene Einsatzzeit des Weltraumteleskops „Hubble“ um ein paar Jahre verlängert. Zusammen mit Kollegen reparierte der Astronaut John Grunsfeld bei mehreren Außeneinsätzen in der Umlaufbahn die Energieversorgung und die Steuertechnik des Teleskops. Außerdem installierten die Raumfahrer eine neue Kamera und einen Spektrografen. „Jetzt hat „Hubble“ seine beste Zeit noch vor sich“, sagt Ken Sembach, einer der Projektbetreuer: „Die Menschen werden baff sein, wenn sie die neuen Fotos sehen.“

Das Teleskop tut seit 20 Jahren Dienst. Es fotografierte wirbelnde Galaxien, explodierende Sterne und Staubnebel, die beim Betrachter eine Gänsehaut erzeugen. Nun werden die Bilder noch schärfer, die Auflösung von Details noch besser. Und sie liefern neue Erkenntnisse. Kurz nach der Reparatur visierte „Hubble“ einen scheinbar dunklen Ausschnitt des -Himmels an. Vier Tage lang sammelte es das Infrarotlicht aus jener Region – und machte auch noch die schwächsten Himmelsobjekte sichtbar. „Eigentlich waren es nur wenige Pixel“, sagt Garth Illingworth, ein Astrophysiker an der Universität von Santa Cruz in Kalifornien. Nach eingehender Analyse entpuppten sie sich als Widerschein von Galaxien, die 13,1 Milliarden Lichtjahre alt sind – fast so alt wie unser Universum, das auf 13,7 Milliarden Jahre geschätzt wird. „Mit der neuen Kamera sind wir dem Urknall noch einmal ein paar hundert Millionen Jahre näher gekommen“, staunt Illingworth. „Wir können jetzt beinahe bis zum Beginn der Zeit zurückschauen.“

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Ausgabe 05/2010 von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND.


(NG, Heft 5 / 2010)


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