Norwegen: In die Kälte des Nordens

Autor: Siebo Heinken  —  Bilder: Hardy Müller
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Die Kälte kriecht durch jedes Nahtloch. Sie sucht sich ihren Weg durch den Reißverschluss und über den Wärmekragen in den Schlafsack. Legt sich wie eine eisige Decke auf die Haut und sickert ein in die Knochen. Ein zusätzlicher Innenschlafsack und zwei Lagen Kleidung reichen nicht aus, um sie fernzuhalten. Es ist noch dunkel, aber draußen prasselt schon verlockend das Lagerfeuer. Raus aus dem Zelt und hin zur Wärme. „Noch nie so gefroren“, sagt dort Lilian aus Starnberg, „ich habe kein Auge zugetan.“ Doch dabei huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.

Ein früher Morgen Anfang Oktober, und in Mittelnorwegen herrscht bereits Frost von bis zu minus zehn Grad. Vor allem wenn der Himmel so klar ist wie heute und die Milchstraße leuchtet wie eine Avenue mit Abertausend Straßenlaternen. Die Teilnehmer des Adventure Trip von NATIONAL GEOGRAPHIC befinden sich am Rand des Nationalparks Dovrefjell-Sunndalsfjella. Eine knappe Woche lang wollen wir eine Wildnis erleben, wie man sie in Europa selten findet.

Dafür muss man gar nicht weit reisen: nur mit der Fähre von Kiel nach Oslo, dann vier Stunden mit dem Auto nach Norden. Dort erstreckt sich ein halbes Dutzend Nationalparks, mit ihren Randzonen zusammen halb so groß wie Hessen: Berge, Hochebenen, klare Seen. Eine Landschaft ohne Grenzen, Verbote und ohne Eintrittsgelder wie in Nordamerika. Es gilt das Jedermanns-Recht: Alle dürfen sich frei bewegen, Beeren pflücken, Pilze sammeln. Wandern und zelten.

Wir sind eine zusammengewürfelte Gruppe aus ganz Deutschland: die Lektorin Lilian und die Juristin Carolin, Gustavo, ein Arzt für plastische Chirurgie, die Physiotherapeutin Juliane und die Geologin Sarah, der Feuerwehrmann Tobias und der Polizist Alexander. Dabei sind auch Maike von der Globetrotter Akademie, der Fotograf Hardy und ich. Uns verbindet die Liebe zur Natur. Und der Spaß am Abenteuer.

Den ganzen Bericht lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland. Siebo Heinkens Reiseblog finden Sie hier.


(NG, Heft 12 / 2016, Seite(n) 154 bis 161)
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