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Wenn es kracht und brodelt, ist NATIONAL GEOGRAPHIC-Fotograf Carsten Peter in seinem Element.
Mit aktiven Vulkanen hat der Münchner Carsten Peter einige Erfahrung. Beispielsweise mit dem Ätna: „Man muss still stehen, aufpassen, wo die Lavabomben herunterkommen – und dann schnell ausweichen“, schildert er seinen Einsatz auf Sizilien. Seit 1996 präsentiert NATIONAL GEOGRAPHIC seine einzigartigen Fotoreportagen. Mit der Kamera stieg Peter in das Innere des Feuer speienden Vulkans auf Ambrym, einer Insel des pazifischen Vanuatu-Archipels. Er kletterte durch das karge Küstengebirge Patagoniens, erkundete auf der russischen Halbinsel Kamtschatka eine der aktivsten und unberechenbarsten Vulkanregionen der Erde und durchquerte die Sahara entlang einer alten Sklavenhändlerroute mit einer Kamelkarawane. Auch den 2300 Meter hohen, brodelnden Vulkan Ol Doinyo Lengai in Tansania ließ Peter nicht aus.
Den World Press Photo Award 2005 in der Kategorie „Nature“ erhielt er aber für ein anderes Thema: die spektakulären Nahaufnahmen von Tornados in Nordamerika, die NATIONAL GEOGRAPHIC im April 2004 zeigte. Mehr als drei Jahre lang hatten Peter und der Ingenieur Tim Samaras Sonden zur Wettermessung und gepanzerte Kameras mit Selbstauslöser in den Weg dieser Stürme gelegt. Doch erst am letzten Tag des Projekts waren die Bedingungen perfekt: Ein Tornado raste direkt auf sie zu, es regnete nicht, und das Tageslicht reichte noch zum Fotografieren. Peter hielt die Kamera so lange auf den Rüssel des wütenden Tornados gerichtet, bis dieser nur noch 200 Meter entfernt war – dann erst sprang er ins Auto und brachte sich in Sicherheit. „Diesen Tag, es war der 24. Juni 2003, würde ich gern noch einmal erleben“, schwärmt der Fotograf. „Da war eine ungeheure Energie.“
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