Dies ist das vorläufig letzte Kapitel einer Geschichte, die bisher fast ausschließlich auf Spekulation beruhte: Wo liegt das versenkte japanische U-Boot "I 52"? Hatte es wirklich Gold an Bord? Könnte dieser Schatz gehoben werden?
Seit im Jahr 1998 der amerikanische Privatmann Paul Tidwell eine aufwendige Expedition in die Tiefen des Ozeans unternahm und ein Team von NATIONAL GEOGRAPHIC die abenteuerliche Aktion dokumentierte, ist sicher: 5240 Meter tief mitten im Pazifik liegt das erstaunlich intakte Wrack des Schiffs, das im Juni 1944 von amerikanischen Bombern versenkt wurde, als es zu einem geheimen Treffen mit einem deutschen U-Boot aufgetaucht war.
Und in einer unbeschädigten Kammer des Kommandoturms befinden sich mit größter Wahrscheinlichkeit noch immer jene zwei Tonnen Gold, die für die japanische Botschaft in Berlin bestimmt waren. Doch die Ladung im Wert von heute rund 27 Millionen Mark ist gut gesichert: der todbringende Wasserdruck in dieser enormen Tiefe und zwei Schichten Stahl schützen das lockende Edelmetall.
Tidwell will dennoch nicht aufgeben: "Vielleicht schneiden wir den Kommandoturm ab und holen ihn rauf." Es könnte ein Unterfangen werden, das kostspieliger ist als der potentielle Gewinn. Den historischen Hintergrund des dramatischen Endes von "I 52" beschreiben zwei deutsche Autoren:wie die deutsche U-Boot-Waffe im Zweiten Weltkrieg selber vom Jäger zum Gejagten wurde und 30 000 von 45 000 deutschen U-Boot-Fahrern ihr Leben verloren.
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