Kaschmir könnte ein Paradies sein. Das angenehm kühle Klima, die Schönheit seiner Täler und der romantische Dal-See der Stadt Srinagar machen es für den Tourismus attraktiv. Doch der mehr als 50jährige Streit darum, ob das früher unter britischer Kolonialherrschaft stehende Gebiet zu Indien oder Pakistan gehören soll, haben es zu einem Schauplatz von Krieg und Terror gemacht.
Muslimische Aufständische führen, mit Unterstützung aus Pakistan, im indisch besetzten Teil einen bewaffneten Kampf gegen die hinduistisch dominierte Regierung.
Als Antwort darauf hat Indien rund 400 000 militärische und paramilitärische Kräfte in das Gebiet verlegt. Die einheimischen Kaschmiris sind die Leidtragenden: Tausende flüchten vor der Gewalt von Rebellen und Soldaten und vegetieren ohne Arbeit in Lagern. Seit 1972 trennt in den Bergen von Kaschmir eine Waffenstillstandslinie die verfeindeten Nachbarstaaten.
Doch schon dreimal ist wegen dieses Territoriums ein regelrechter Krieg zwischen Indien und Pakistan ausgebrochen. Im Sommer 1999 konnte ein neuer Waffengang nur durch internationalen Druck verhindert werden.
Der Konflikt aber schwelt weiter - und beide Länder rüsten sich mit Atomwaffen hoch.
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