Flucht ins All

Artikel vom 01.01.2001  —  Autor: Ulrich Walter

Was könnte den Menschen ins All treiben? Die globale Aufheizung der Atmosphäre, wie der weltberühmte Astrophysiker Stephen Hawking befürchtet? Dem widerspricht der deutsche Astronaut Ulrich Walter. Er rät vielmehr, sich rechtzeitig auf den Einschlag eines großen Asteroiden vorzubereiten.

Erst kürzlich stellten Astronomen fest, dass sich die Zahl der "himmlischen Bomben", die in gefährlich nahen Umlaufbahnen kreisen, verdoppelt hat. Die Beinahe-Katastrophe von Tunguska, wo 1908 ein riesiger Asteroid in der Erdatmosphäre zerplatzte, könnte sich jederzeit wiederholen - und der Mensch das Schicksal der Dinosaurier erleiden, die vor 65 Millionen Jahren durch einen Asteroiden-Einschlag ausgelöscht wurden.

Liegt die Rettung für den Menschen in Raumstationen für bis zu 100000 Bewohner? Lässt sich auf dem Mars das dort vermutete Wasser nutzen, und kann dort Atmosphäre gebildet werden. Schon in 50 Jahren, meint Walter, können die ersten Menschen in Sommerkleidung auf dem Roten Planeten spazierengehen - höchstens noch mit einer Atemflasche auf dem Rücken.


(NG, Heft 1 / 2001)
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