Niemand weiß, woher sie kamen. Niemand weiß, wie sie endeten. Schon tausend Jahre vor den Inka schufen die Moche an der Nordküste Perus eine einzigartige Kultur. Etwa in der Zeit von 100 bis 800 n.Chr. besiedelten sie - mit hoher Bevölkerungsdichte - Flusstäler entlang der trockenen Küstenebene in Nordperu. Sie lebten hauptsächlich von Landwirtschaft und Fischerei, bauten Bewässerungskanäle und Tempel, Pyramiden und Paläste. Zwar hatten die Moche keine Schrift, doch fertigten sie herrliche Keramikgefäße, kunstvoll gewebte Stoffe, farbenfrohe Wandmalereien und wundervolle Objekte aus Gold , Silber und Kupfer.
1997 bis 1999 entdeckte unser Team aus amerikanischen und peruanischen Forschern drei außergewöhnliche Gräber bei Dos Cabezas, einer uralten Siedlung im unteren Jequetepeque-Tal. Vor jeder einzelnen Grabkammer lag ein Miniaturgrab mit einer kleinen Kupferstatuette, die die Hauptfigur der Bestatteten verkörpern sollte.
In jedem Grab lag außerdem ein erstaunlich großer erwachsener Mann, der unter seinesgleichen als Riese gegolten haben muss.
Vorsichtig hob ich die Kupferschale an. Ich erwartete, einen blanken Schädel zu sehen. Stattdessen starrten mich die Augen einer Totenmaske aus Gold und Kupfer an. Von diesem Moment an wussten wir: Die Gräber würden uns helfen, das Geheimnis der Moche zu lüften.
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