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Tupac Amaru heißt diese Slumsiedlung am Rand der Hauptstadt Lima. Die Kinder hier spielen auf geschichtsträchtigem Boden: Unter ihren Füßen liegt einer der größten bisher in Peru gefundenen Inka-Friedhöfe. Die vorspanische Stätte, unter Archäologen als Puruchuco-Huaquerones bekannt, stammt aus der Zeit des Späten Horizonts (1438-1532). Obwohl die Stätte ein Nationaldenkmal ist, stand das Wissenschaftlerteam im Wettlauf mit den Planierraupen, denn Tupac Amaru wächst rasch.
Allein unter dem Schulhof, einer der 15 Grabflächen, holten die Archäologen unter Leitung von Guillermo A. Cock - unserem Autor - mehr als 120 Mumienbündel aus dem knochentrockenen Boden. Solche in Stofflagen eingewickelten Leichen und persönlichen Gegenstände sind typisch für Gräber der Inka und ihrer Vorläuferkulturen.
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Im Laufe von drei Grabungskampagnen legten die Forscher gut 2200 Mumien frei, untersuchten und fotografierten sie. Die Leichname waren in einem Zeitraum von 75 Jahren bestattet worden. Zu Lebzeiten hatten diese Menschen allen Altersgruppen und Schichten angehört. Mit acht Hektar ist Puruchuco-Huaquerones der zweitgrößte je in Peru ausgegrabene Friedhof und der größte aus einer einzigen Zeitperiode.
Während die Archäologen weiter in die Vergangenheit vordringen, geht das Leben in Tupac Amaru ganz normal weiter. Kinder toben auf geweihtem Boden, spielen an den Gruben, beobachten den Fortgang der Arbeiten. Und manchmal landet ihr Fußball direkt in einem Grab.
Erfahren Sie auf der amerikanischen Website von NATIONAL GEOGRAPHIC mehr zum Thema Inka Mummies - in Fotos, Filmen und multimedialen Dokumentationen.
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