Das Foto auf der Doppelseite der Vulkan-Geschichte führt mitten ins Geschehen. Ein Mensch im Hitzeschutzanzug stapft über die Lava, hinter ihm fliegen glühende Gesteinsbrocken durch die Luft. "Gute Optik, aber lasst uns noch mal die Englischelemente durchgehen", sagt Chefredakteur Klaus Liedtke, wie so oft in den vergangenen Monaten. Denn bei NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD, dem neuen Wissensmagazin für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, dreht sich alles um das Thema Zweisprachigkeit.
Mit dem Heft setzt sich NATIONAL GEOGRAPHIC an die Spitze eines gesellschaftlichen Trends, der die Mehrsprachigkeit als eine zentrale Kompetenz sieht. In fast allen deutschen Grundschulen wird Englisch inzwischen von der dritten Klasse an unterrichtet; WORLD richtet sich vor allem an Kinder dieses Alters bis hin zu Schülern der sechsten Klasse. Immer wieder stellte sich das Redaktionsteam deshalb die gleichen Fragen: Wie begeistert man junge Leser für englische Texte? Wie leicht muss solcher Lesestoff, wie schwer darf er sein?
Kinder der Gorch-Fock-Schule in Blankenese folgen gebannt der Präsentation von NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD im Museum für Hamburgische Geschichte.
Interessante Themen mit packenden Fotos ziehen ins Heft - und eröffnen den Zugang zur englischen Sprache. Auf allen Seiten begegnen die Kinder den WORLD-Reportern. Das sind drei sympathische Comic-Ratten, die ihre Notizen und Berichte nur auf Englisch schreiben. Dieses Prinzip basiert auf der Sprachlehrmethode der Immersion (Eintauchen). Dabei ist Englisch die Arbeitssprache für alle Schulfächer. In dem Maße, in dem die Kinder den Inhalten nachgehen, eignen sie sich die Sprache von selber an. Aus dieser Idee entwickelte die Redaktion von NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD gemeinsam mit YOUA edutainment ein ausgeklügeltes Magazin.
Überall dort, wo die WORLD-Reporter im Heft auftreten, werden ihre englischen Notizen - die "notes" - durch Fotos und Zeichnungen visualisiert. "Das Kind muss die Bedeutung fremder Worte aus der Situation heraus erschließen können", sagt der Kieler Sprachwissenschaftler Henning Wode, der die Immersion als Sprachlernmethode in Deutschland maßgeblich entwickelt hat. "Weit über das zehnte Lebensjahr hinaus treffen Kinder auch in ihrer Muttersprache permanent auf Wörter und Sätze, die ihnen unbekannt sind. Sie sind daher besonders empfänglich für neue Sprachstrukturen.
Wer gut im Training ist, nimmt auch höhere Hürden. Dazu zählen in NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD die "reports". Das sind kurze englische Berichte der WORLD-Reporter von den Schauplätzen ihrer Reisen. Wer Lust auf noch mehr Englisch hat, liest das kurze englische Interview mit dem Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe. Vokabeln und ganze Sätze werden auf attraktiv gestalteten Karten (Bild) übersetzt. Diese können die Kinder in einer beigelegten Box sammeln.
Ein Englisch-Quiz mit wertvollen Preisen schafft im Magazin zusätzlichen Anreiz, sich mit der Fremdsprache zu beschäftigen. Erfolgserlebnisse sind das A und O. "Erwachsene sollten Fehler der Kinder tolerieren", sagt Wode. Der Spracherwerb durchlaufe verschiedene Phasen, die sich nicht überspringen ließen. Das gelte für Fremd- und Muttersprache gleichermaßen. Man müsse den Kindern nur Zeit lassen. Bis es so weit ist, brauchen sie viel Stoff. NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD erscheint monatlich. Die Kinder werden sich für die spannenden Themen interessieren und ganz nebenbei - davon ist die Redaktion überzeugt - Englisch lernen.
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