Gabunische Forscher wie Modeste Doukaga dokumentieren in der Bai Langoué die Kämpfe junger Elefantenbullen. Um die Tiere später zu identifizieren zu können, skizziert Doukaga ihre charakteristische Ohrform. Zunehmender Ökotourismus wird für Jobs in den neuen Parks von Gabun sorgen.
Gabun ist ein für den afrikanischen Kontinent untypischer Staat: relativ wohlhabend und politisch stabil. Hinter den weißen Sandstränden und Mangrovensümpfen dieses am wenigsten besiedelten Landes in Zentralafrika liegt ein zerklüftetes, dicht bewaldetes Landesinnere. Etwa 75 Prozent der Fläche sind noch von Wäldern bedeckt, die zu den ökologisch reichhaltigsten der Erde gehören. Ganz im Osten schließt sich eine grasbewachsene Ebene an. Rund 20 Prozent der Pflanzenarten in Gabun gibt es nur hier. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts war der Holzexport die treibende Wirtschaftskraft, aber dann wurden vor der Küste große Ölvorkommen entdeckt. Die Holzproduktion ist trotzdem noch die zweitgrößte Einnahmequelle und sorgt für mehr als ein Viertel aller Arbeitsplätze. Umweltauflagen werden meist nicht beachtet, schon gar nicht, wenn es sich um den Handel mit Wildtierfleisch dreht. Er bringt einen geschätzten Jahresumsatz von 50 Millionen Euro und geht Hand in Hand mit dem Holzeinschlag. Durch die Jagd und durch Ebolaepidemien haben sich die Gorilla- und Schimpansenbestände in Gabun und im benachbarten Kongo seit 1983 halbiert.
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