Lange Zeit waren Kamera und Film die grundlegenden Werkzeuge der Fotografie. Auch Nichtfotografen kennen in der Regel Kameras - von Schnappschussmodellen bis zur Kleinbildspiegelreflexkamera (SLR). Aber wie ist es mit der Digitalkamera? Sie scheint eine von der traditionellen Fotografie getrennte Aura und Identität entwickelt zu haben. Digitalkameras sieht man inzwischen überall. Man kann kaum noch zu einer größeren Veranstaltung gehen, ohne Hobbyfotografen zu entdecken, die ihre Kameras hochhalten und auf den Monitor auf der Rückseite blicken. Beobachtet man einen Profifotografen fällt oft ebenfalls die typische Rückseite seiner Digitalkamera auf.
Porträtfotografen erleben, dass sich fast alle ihre Modelle gern mit der Digitalkamera aufnehmen lassen, weil sie dann das Ergebnis sofort anschauen können. Reisefotografen müssen nicht mehr darüber grübeln, ob sie ihr Motiv richtig eingefangen haben oder nicht. Naturfotografen können verschiedene Techniken ausprobieren, zum Beispiel Blitzlicht- oder Nahaufnahmen mit Weitwinkel, und sich noch während der Arbeit für die passende Technik entscheiden. Digitalkameras bieten heute eine ausgezeichnete Bildqualität, die direkt mit dem Film konkurrieren kann. Die Kameras funktionieren wie traditionelle Fotoapparate mit einigen Extras und sehen meist auch ganz konventionell aus.
Vieles funktioniert bei der Digitalkamera genauso wie bei der konventionellen, einige Dinge unterscheiden sich nur geringfügig von dem, was man vom Film her kennt, andere Merkmale der Digital-Fotografie sind jedoch wirklich einzigartig. Einige dieser großen Unterschiede tragen dazu bei, dass Sie bessere Fotos machen werden, als Ihnen mit der alten Kamera je gelungen sind.
Sheppards Foto-Tipps:
· Um die Objektive von Digitalkameras vergleichen zu können, sollte man sie auf Kleinbildbrennweiten umrechnen. Die tatsächlichen Brennweiten können in die Irre führen, weil es unterschiedliche Sensorgrößen gibt.
· Die Bildqualität hängt nicht nur vom Sensor ab. Sie wird auch von der Qualität des Objektivs und dem Verarbeitungsprozess innerhalb der Kamera bestimmt.
· JPEG ist ein tolles Aufnahmeformat, doch sollte man es nie als Bearbeitungsformat im Computer verwenden. Sichern Sie Ihre Bilder stets als TIFF oder in den Dateiformaten Ihres Bildprozessors.
· Schlechte Lichtverhältnisse erhöhen die digitale Körnung. Man sollte den Blitz oder andere zusätzliche Lichtquellen einsetzen, wenn die Körnung zum Problem werden könnte und auf ein Minimum reduziert werden soll.
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