Seit mehr als 100 Jahren gehen Fotografen von NATIONAL GEOGRAPHIC dorthin, wo andere nicht hingehen. Sie sehen Dinge, die andere nicht sehen, und sie bringen Ihnen, unseren Lesern, die Welt nach Hause. Ob diese Fotografen an einer Expedition teilnehmen oder in einem stillen Augenblick die Schönheit eines Lächelns festhalten - stets halten sie etwas besonders Erinnernswertes fest: ein Ereignis, eine Lebensweise oder auch nur den Gesichtsausdruck eines Mannes, einer Frau, eines Kindes. Mit der Erkundung der Natur wurden die Menschen gezwungen, ihre Stellung im Tierreich neu zu definieren.
Bild: B. Anthony Stewart Vergrößern
Lange Zeit beschrieb uns die Wissenschaft als "die Art, die Werkzeuge herstellt". Dann erfuhren wir von Forschern, dass auch Schimpansen und Vögel Werkzeuge verwenden. Was macht uns dann zu etwas Besonderem? Gibt es etwas anderes, was einzig auf den Menschen zutrifft? Möglicherweise sollten wir ihn neu definieren: als "die Spezies, die Bilder schafft". Die wichtigste Aufgabe eines Fotografen besteht darin, seinen einzigartigen Blick auf die Welt zu richten, ein Bild einzufangen und uns zu helfen, die Erde zu verstehen und zu bewahren. In den Anfangsjahren reisten unsere Fotografen und Autoren in Regionen, die zum Teil noch weiße Flecken auf der Landkarte waren. Sie brachten Geschichten von Kulturen mit, die nur wenige Leute kannten.
Bild: Claude Meacham Vergrößern
So wurde NATIONAL GEOGRAPHIC zur führenden Publikation des Mediums Fotografie. Dies war die erste durchgehend illustrierte Zeitschrift; das erste Blatt, das Nachtaufnahmen von Wildtieren veröffentlichte; das erstmals die Welt in Farbe zeigte, als dies technisch möglich war. NATIONAL GEOGRAPHIC druckte die ersten Unterwasserfarbfotos, die ersten farbigen Luftaufnahmen und auch die ersten Farbaufnahmen, die unter der Erdoberfläche entstanden. Und noch immer richten wir unser ganzes Streben darauf, die besten Fotos zu bringen, die zu einem Thema gemacht werden. Natürlich hat sich die Arbeit unserer Fotografen deutlich verändert seit den Tagen, als sie Tropenhelme, Verbandskästen, Chinin gegen Malaria und 100 Kilogramm Kameraausrüstung in ihre Seesäcke packten und sich zu den entlegenen Winkeln der Welt aufmachten. Aber sie ist auch weiterhin mit vielen Gefahren verbunden.
Bild: Robert F. Sisson Vergrößern
Während meiner Zeit bei NATIONAL GEOGRAPHIC sind viele Unglücke geschehen: Fotografen wurden aus Booten in eisige Stromschnellen geschleudert, von Hunden, Pinguinen, Haien, Löwen, Schlangen und gefährlichen Insekten gebissen, von Gorillas übel zugerichtet. Andere bekamen Malaria und Hepatitis, erlitten Knochenbrüche und Erfrierungen, wurden von Geschossen getroffen. Sie wurden verprügelt, mit Tränengas besprüht, ins Gefängnis geworfen. Dennoch haben sie weitergemacht.
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