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Staubiger als die Straße zur Hölle, trockener als der Martini von James Bond, kälter als der Kuss des Todes. Der Blick geht über eine karamellfarbene Ebene. Sie ist unwirtlich, leer, alt und ziemlich öde. Doch einige hundert Meter weiter südlich, hinter einer Gruppe buckliger Hügel, ändert sich die Landschaft. Dahinter bricht das Land steil ab. Es ist der Rand eines Kraters. Auf seinem Grund - etwa 800 Meter tiefer - zeichnen sich Wellen und Rillen ab. Als hätte sich gerade noch etwas geregt. Oder als regte es sich noch immer. Dort - auf dem Mars.
Es sind Landschaften wie diese, die Geologen neugierig auf den Mars schauen lassen. Schon immer fasziniert von der Vergangenheit des Roten Planeten, begeistern sie sich nun immer mehr für die Prozesse, die ihn heute noch formen. Ein Grund für dieses Interesse ist das Eis. Dass es auf dem Mars Eis gibt, ist keine große Neuigkeit. Höchst aufregend ist aber die plausibler werdende Annahme, dass das Eis nicht einfach nur daliegt, sondern dass es wandert. Dass es die Beschaffenheit der Oberfläche verändert. Dass es eventuell zeitweise in flüssiger Form auftritt, als freies Wasser.
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Der glatte Vorhang, der den Rand des oben beschriebenen Kraters auskleidet, könnte demnach verschmutztes Eis - oder vereister Schmutz - sein, zäh fließend wie ein Gletscher auf Erden. Könnte man ein bisschen am Hang herumklettern, wäre es möglich, sich selber davon zu überzeugen. Mit den richtigen Instrumenten könnte man Proben nehmen und untersuchen. Könnte das Eis abkratzen und in den Händen halten. Könnte zusehen, wie es in der kalten dünnen Atmosphäre verdampft. Doch so weit vermag sich der Mensch dem faszinierenden Hochland im Süden des Mars noch nicht zu nähern. Am nächsten kommt ihm derzeit die wachsende Flotte von Weltraumsonden, die den Planeten in einer Höhe von etwa 400 Kilometern umkreisen.
Drei Sonden sollen auf dem Mars landen - eine setzte bereits am 25. Dezember 2003 auf, zwei weitere folgen im Januar 2004. Die erste Sonde ist die britische Beagle 2. Sie wird vom europäischen "Mars Express" huckepack hochgebracht und soll im Boden und in der Atmosphäre nach chemischen Spuren von Leben suchen - von einstigem oder heutigem Leben. "Beagle 2" ist dazu mit einem Bohrer ausgerüstet, der beim Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln entwickelt wurde.
Er heißt "Pluto" - das steht für Planetary Underground Tool - und kann sich nach einem neuen Prinzip wie ein Maulwurf anderthalb Meter in den Boden hineinarbeiten. "Spirit" und "Opportunity", die beiden fahrtüchtigen Sonden (Rover) der Nasa, sollen die Marsoberfläche an Stellen analysieren, an denen es möglicherweise Milliarden Jahre alte Spuren von Wasser gibt. "Folge dem Wasser", so lautet denn auch der Leitspruch der aktuellen Marsforschung. Wo es Wasser gibt, gibt es vielleicht Leben.
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