Die State Fair, das ist ein ritueller Karneval, wenn der Sommer sich neigt und die Apfelbäume voller Früchte hängen. Ein Fest, ehe wieder die Schule beginnt und strenge Regeln gelten. Ein Vergnügen, bevor uns die lange dunkle Zeit wieder heimsucht, wie wir hier im Norden sagen. Wie bei den immergleichen Bräuchen der Saison, ändert sich auch bei der State Fair von Jahr zu Jahr nicht allzu viel. Das Riesenrad kreist, und die Mädchen kreischen, die Bratwürste brutzeln, und die Jungs werfen sich in Pose. Dies ist weder die Kolumbus-Weltausstellung in Chicago 1893 noch die Pariser Exposition Universelle 1889 noch die Expo 2000 in Hannover. Dies sind nur wir – und wir brauchen eine Pause von der Kartoffelernte.
Das hier sind die zehn tollsten Dinge, die wir auf der State Fair so treiben:
Da ist ein großes Volksfest die reinste Befreiung, eine Flucht in die Genusssucht. Es geht los mit einem Kotelett vom Grill; ein Holzstiel zum Anfassen steckt darin, und ein knuspriger brauner Fettrand zieht sich an einer Seite entlang. Du weißt: Das tut nicht gut. Und dennoch verschlingst du das Schweinesteak mit Schwarte und allem, und deine Tochter isst ihres. Dann holst du einen extragroßen Vanilleshake von der Milchbar, damit die kleinen Doughnuts – eine Tüte voll – nicht so hart im Magen aufschlagen. Nun hast du dich aufgewärmt – und bist bereit für die Corn Dogs, unsere „Würstchen in Maisteighülle“.
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