Jahrtausende haben wir gebraucht, um unseren Heimatplaneten zu erkunden, und Jahrhunderte dauerte es, einiges über unsere Nachbarplaneten zu erfahren. Doch inzwischen werden jede Woche neue Welten entdeckt. Die Astronomen haben bisher mehr als 400 so genannte Exoplaneten nachgewiesen: Himmelskörper, die nicht um unsere Sonne, sondern um andere Sterne kreisen.
Manche sind so eigenartig, dass ihre Entdeckung nachträglich eine Bemerkung des Evolutionsbiologen John B. S. Haldane bestätigt: „Ich habe den Verdacht, das Universum ist nicht nur seltsamer, als wir vermuten, sondern seltsamer, als wir vermuten können“, hatte er vor rund 80 Jahren geschrieben. Da ist zum Beispiel, 260 Lichtjahre von der Erde entfernt, ein „heißer Saturn“. Er wirbelt so schnell um seinen Mutterstern, dass ein Jahr nur drei irdische Tage dauert.
Und 150 Lichtjahre von uns entfernt kreist ein „heißer Jupiter“ so dicht um seine Sonne, dass die oberen Schichten seiner Atmosphäre vom Sonnenwind weggeblasen werden und einen kometenartigen Schweif bilden. Es gibt da draußen auch einen Pulsar - den Überrest eines einst gewaltigen Sterns, kaum größer als eine Stadt, aber viel schwerer als unsere Sonne -, den drei Planeten umrunden, bis sie seiner Anziehungskraft nicht mehr widerstehen können und in ihn hineinstürzen.
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