Der tropische Nebelwald
Monteverde, Costa Rica
Auf dem Ast einer Würgfeige, 30 Meter hoch im Kronendach des Nebelwaldes von Monteverde, gedeiht ein üppiger Garten. Orchideen, Farne und Bromelien wachsen übereinander, bilden eine lebende Hülle auf der moosbewachsenen Rinde und erzeugen Humus in der Baumkrone. Regen und Nebel liefern das Wasser, doch die Konkurrenz um einen Platz an der Sonne ist groß. Die meisten Tiere in diesem Ökosystem sind Käfer, Ameisen, Schmetterlinge und Spinnen - Futter für Vögel und Affen.
Unter den Vögeln sind besonders die Kolibris wichtige Blütenbestäuber, andere Vögel sorgen für die Verbreitung der Pflanzensamen. Der Versuch, sich hier einen Überblick zu verschaffen, kostete Liittschwager einige Mühen: Er kletterte an Seilen in die Höhe und rutschte im Sitzen über knackende Äste. Dort, wo er seinen grünen Würfel platzierte, ließ sich zu der Zeit kein Säugetier blicken. Aber Vögel von fünf Arten flatterten vorüber. Innerhalb des Rahmens registrierten die Biologen 24 verschiedene Pflanzen sowie 100 Arten von Insekten.
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