Stamm: Chordata
Unterstamm: Vertebrata
Klassen: 5
Ordnungen: 62
Familien: 504
Arten: 25 777
Die ersten Fische entstanden wahrscheinlich vor etwa 500 Millionen Jahren. Seitdem haben sie vom Eismeer bis zu den kleinsten Tümpeln der Tropen nahezu jeden Lebensraum erobert. Heute sind über 25 000 verschiedene Fischarten bekannt, besonders in der bisher wenig erforschten Tiefsee dürften aber noch zahllose weitere Arten zu entdecken sein. Fische atmen über Kiemen. Wasser wird über das Maul oder spezielle Körperöffnungen aufgenommen und durch die stark durchbluteten Kiemenblättchen geleitet. Dabei wird Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben. Die meisten Fische verfügen über einen stromlinienförmigen Körper, die Vorwärtsbewegung entsteht durch seitliche Bewegung der Schwanzflosse. Daneben haben sich allerdings auch andere Körperformen und Fortbewegungsarten entwickelt. Rochen etwa scheinen mit ihren an Flügel erinnernden Brustflossen durch das Wasser zu fliegen, ihre Schwanz- oder Rückenflossen sind hingegen zurückgebildet oder fehlen ganz. Den nötigen Auftrieb erhalten die meisten Fische durch die Schwimmblase, einen mit Gas gefüllten Sack, der ursprünglich als eine Ausstülpung des Vorderdarms entstanden ist. Zur Steuerung dienen seitliche Brustflossen, die bei einigen Arten auch zum Laufen (z. B. beim Schlammspringer) oder zum Gleiten über der Meeresoberfläche (etwa beim fliegenden Fisch) dienlich sein können. Wichtig für das Aufspüren von Beutetieren sowie für die Orientierung ist das so genannte Seitenlinienorgan, mit dem bereits geringe Veränderungen im Wasserdruck der Umgebung wahrgenommen werden können. Fische legen in der Regel Eier, die dann von den männlichen Tieren befruchtet werden. Nur wenige Arten gebären nach einer inneren Befruchtung lebende Jungtiere.
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