Stamm: Chordata
Klasse: Aves
Ordnungen: 29
Familien: 194
Gattungen: 2161
Arten: 9721
Vor mehr als 150 Millionen Jahren entstanden die ersten Vögel aus den Reptilien. Seit dem Auftreten des ältesten bekannten Urvogels, des Archaeopteryx, haben sich die Vögel zu einer der vielseitigsten Gruppen im Tierreich entwickelt. Allen Vögeln gemeinsam sind die zu Flügeln entwickelten vorderen Gliedmaßen, das Gefieder und der Schnabel. Unterschiedliche Federtypen bedecken den gesamten Körper: Flauschige Dunen schützen vor Kälte, Schwungfedern verleihen dank ihrer günstigen aerodynamische Eigenschaften die Flugfähigkeit. Das Vogelskelett besteht insgesamt aus weniger Knochen als das von Reptilien und Säugetieren . Die Knochen der Vögel sind zudem hohl und reduzieren so den Anteil der Knochenmasse am Gesamtgewicht auf 8-9 Prozent. Die Wendigkeit und Schubkraft beim Fliegen wird durch die Form und Größe der Flügel und der Schwanzfedern bestimmt. Während die meisten Vögel das Fliegen perfektioniert und unterschiedliche Flugarten, vom Segel- über den Sturz- bis hin zum Schwebeflug entwickelt haben, haben einige die Flugfähigkeit auch wieder verloren. Laufvögel wie der Strauß oder an ein Leben im Wasser angepasste Vögel wie der Pinguin haben so neue ökologische Nischen erschlossen. Auch die Schnabelform wurde im Laufe der Evolution immer wieder variiert und im Hinblick auf Lebensraum und Nahrungsquellen der jeweiligen Art optimiert. Ein langer, flacher Schnabel etwa ist für die Nahrungssuche im Wasser dienlich, während ein kurzer, gebogener Schnabel für das Zerkleinern von Nüssen und Samen notwendig ist.
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