Archäologie: Gold im Acker

Artikel vom 20.04.2010
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Bild: Portable Antiquities Vergrößern

Goldschmuck

Es war die Erfüllung jedes Schatzsuchertraums: Im Sommer 2009 schwenkte Terry Herbert seinen Metalldetektor über einem Feld im englischen Staffordshire. Plötzlich gab die Sonde Alarm: Jackpot! In der Erde lagen 1600 Objekte aus Gold und Silber aus der Zeit um etwa 650 n. Chr. Es ist der größte Schatz dieser Art, der je gefunden wurde: unter anderem viele Beschläge von Schwertgriffen, ein Teil eines Helms, drei Kreuze – und eine Art Gurt mit einem Bibelzitat in lateinischer Sprache. Viele Fundstücke sind fein gearbeitet, zum Teil mit Intarsien aus dem Edelstein Granat.

Die Sammlung könnte einem Herrscher von Mercia gehört haben. Dies war eines von sieben Königreichen, die damals in Mittelengland um die Vorherrschaft kämpften. Die genaue Untersuchung wird Jahre dauern. Experten versprechen sich viele neue Erkenntnisse über die Kultur jener Zeit, besonders über den Übergang vom Heiden- zum Christentum. Lokale Museen hoffen nun, umgerechnet vier Millionen Euro aufzutreiben, um den Schatz dem gesetzlichen Eigentümer, der britische Krone, abkaufen zu können. Die Hälfte stünde Terry Herbert und dem Besitzer des Ackers zu.


(NG, Heft 5 / 2010, Seite(n) 24)


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