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Unterwegs zum großen Auftritt: Leih-Tiger gelten bei manchen Kindergeburtstagen als gelungene Überraschung. Tierschützer protestieren.
Im vergangenen Winter machten in Hamburg und Solingen zweimal Attacken von Tigern auf ihre Dompteure Schlagzeilen. Ein Nebeneffekt: Endlich wurde über das Schicksal vieler in Gefangenschaft gehaltener Großkatzen diskutiert. Provoziert wird dies auch vom amerikanischen Tierschützer Vernon Yates: Er vermietet in Florida Tiger für Partys – und freut sich, wenn er damit Aufsehen erregt. Mit den Einnahmen finanziert er seine Station, in der er Wildtiere aufnimmt und pflegt. Viele, deren Besitzer mit der Haltung überfordert waren, rettete er aus engen Verschlägen. Mit Jungtieren besucht er Schulen und erzählt, was Tiger wirklich brauchen: „Sie sind ja süß, solange sie klein sind. Aber irgendwann wiegen sie 250 Kilo und fressen Fleisch für 7500 Dollar pro Jahr."
Louis Dorfman arbeitet für das International Exotic Animal Sanctuary in Texas. Auch dort dürfen befreite Großkatzen und Bären in einem großen Freigehege artgerechter leben. Dorfman beobachtet die Versuche vieler Staaten, den Handel mit Wildtieren einzudämmen, mit Skepsis: „Wer will, der findet immer noch jemanden, der ihm einen Tiger beschafft."
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