Artenschutz: Rettung für die Langhälse

Giraffen

Bild: Shutterstock Vergrößern

Das Verbreitungsgebiet der westafrikanischen Giraffen reichte einst bis zum Atlantik. Heute gibt es sie nur noch im Niger.

Mitte der neunziger Jahre waren die westafrikanischen Giraffen gerade eine Halslänge von der totalen Ausrottung entfernt. Die Ausbreitung des Menschen zerstörte ihren Lebensraum, Wilderer besorgten den Rest. Weniger als 50 Tiere waren übrig geblieben. Doch neuerdings hat sich der Bestand leicht erholt: Inzwischen gibt es in der Region Niamey wieder mehr als 220 Nigergiraffen. Für die kaum noch erhoffte Rettung sieht der Biologe Pierre Gay mehrere Gründe: Umweltschutzorganisationen hätten Mikrokredite und Unterstützung für Bauern bereitgestellt, im Gegenzug habe die Bevölkerung die Tiere geschont.

Den Giraffen kam außerdem zugute, dass Jäger die Löwen und Leoparden der Region weitgehend abgeschossen haben. Seit 1998 gilt im Niger zudem ein Jagdverbot für Giraffen, weil die Regierung die Attraktivität der knapp fünf Meter hohen Sympathieträger für den Tourismus erkannte. Über den Berg ist die Unterart nach Meinung von Experten aber erst, wenn der Bestand wieder mindestens 400 Tiere erreichen wird. Dafür sei es nun vor allem nötig, den Lebensraum zu erweitern.


(NG, Heft 11 / 2010)


  • Artikel bookmarken
  • Firefox
  • IE
  • del.icio.us
  • Mister Wong
  • Yahoo MyWeb
  • Google
Userkommentare

DISQUS ist ein Angebot von disqus.com und unabhängig von nationalgeographic.de - siehe insoweit die Hinweise zum Datenschutz der DISQUS-Kommentarfunktion

blog comments powered by Disqus