Astronomie: Eis im All

Artikel vom 08.03.2010
Core_Eis im All

Bild: Plutonius 3D/Shutterstock Vergrößern

Erde und Mond sind bei weitem nicht die einzigen Himmelskörper in unserem Sonnensystem, auf denen es Wasser gibt.

Die Erde ist nicht der einzige Himmelskörper in unserem Sonnen­system, auf dem es Wasser gibt – jenes Element, ohne dass es kein Leben gibt, wie wir es kennen. Die Entdeckung von Eis im Staub unseres Mondes und auf dem Mars war der erste Beweis. Viel reicher an Wasser könnten die Trabanten der äußeren Planeten sein. Auf dem Saturnmond Enceladus speien Gey­sire Wasserdampf: ein Hinweis auf flüssiges Wasser unter seiner Oberfläche. Unter der Eisdecke des ­Jupitermonds Europa könnte ein Meer doppelt so viel Wasser enthalten wie alle Ozeane der Erde.

Auf den Planeten und ihren Monden kommt Wasser oft als Eis vor. Dort, wo es flüssig ist, wie auf dem Saturnmond Titan, könnten Ammoniak oder ähnliche Salze seinen Gefrierpunkt tief unter die Null-Grad-Marke gesenkt haben. Aber ist das Wasser da draußen in irgendeiner Weise für uns nutzbar? Immerhin: Manche Wissenschaftler spekulieren, dass künftige Raumfahrer in Wohnstationen geschmolzenes Mondeis trinken und daraus Sauerstoff gewinnen werden – und Wasserstoff, als Treibmittel für den Weiterflug zum Mars.


(NG, Heft 4 / 2010, Seite(n) 24)


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