Bild: Mark Thiessen Vergrößern
Die meisten Maulwürfe haben einen „Zweitdaumen“ (im Foto links außen).
Dass der Maulwurf sich so zügig durchs Erdreich graben kann, verdankt er einem sechsten „Finger“, der gegenüber vom Daumen wächst. Diese Sonderbildung unterscheidet sich allerdings vom sechsten Finger, wie er sich in Ausnahmefällen auch bei anderen Arten bildet, Menschen eingeschlossen. Fachleute sprechen dann von „Polydaktylie“. Bekannte Menschen mit sechs Fingern an einer Hand sollen etwa Englands Königin Anna Boleyn und Frankreichs König Karl VIII. gewesen sein.
Die Besonderheit des Maulwurfs haben nun Paläontologen der Universität Zürich genauer untersucht – anhand von Embryos in verschiedenen Entwicklungsstadien und durch den Vergleich fossiler Skelette.
Wie sich zeigte, wächst der gegenüberliegende Daumen der Maulwürfe aus einem Handwurzelknochen heraus. Er besteht auch nicht, wie andere Finger, aus mehreren mit Gelenken verbundenen Teilen, sondern ist wie ein flaches Schaufelblatt geformt. Dieser Grabdaumen bildet sich zudem erst später als die „echten“ Finger.
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