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Mal mehr, mal weniger: Die Menge der Eicheln kann von Jahr zu Jahr stark schwanken.
In Deutschland weiß der Volksmund, dass ein harter Winter bevorsteht, wenn die Eichen Früchte in Massen tragen – so wie in diesem Herbst. In den USA schoben im vorigen Jahr manche Boulevardblätter eine unterdurchschnittliche Eichelproduktíon auf den Klimawandel. "Alles Quatsch", sagt Alan Whittemore, der im Staatlichen Baumgarten von Washington D.C. auf Daten bis zum Jahr 1790 zurückblicken kann.
Entscheidend für die Menge der Eicheln sei das Wetter, sagt der Botaniker. In einem kalten, nassen Frühjahr würden weniger Blüten bestäubt, in einem heißen, trockenen Sommer reiften weniger Früchte. Die Biologin Victoria Sork bestätigt: "Wir sollten vorsichtig damit sein, aus der Menge von Eicheln oder Kastanien eines Jahres zu viel herauslesen zu wollen."
Sicher ist nur, dass ein eichelreiches Jahr Folgen hat. Satte Eichhörnchen legen viel mehr Depots an, als sie brauchen, und vergessen sie. Daraus keimen neue Bäume.
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