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Ein Rätsel für die Wissenschaft: der Geschmack von Koriander.
Ein Blick auf Kochseiten im Internet zeigt: Die Welt ist gespalten. Und zwar in Leute, die Koriander leidenschaftlich lieben, und solche, die den Geschmack zum Erbrechen eklig finden. Liebhaber schätzen die zitronige Note des Krauts, Koriander-Muffel spüren nur Seife auf der Zunge. Dazwischen scheint es nichts zu geben. Woran das liegt, untersuchte der Chemiker Charles Wysocki am Monell-Institut für Geschmacksforschung in Philadelphia in einem Zwillings-Experiment.
Was jemand schmeckt, sagt Wysocki, ist das Ergebnis einer Kombination von Geschmack, Geruch, Temperatur und der Oberfläche der Nahrung. Weil der Chemiker vermutet, dass die Gene mit darüber entscheiden, wie einem Menschen Koriander schmeckt, prüfte er das mit einer Gruppe von eineiigen Zwillingen. Die empfinden den Geschmack tatsächlich viel häufiger gleich als zweieiige Zwillinge oder Geschwister. Ob das aber an speziellen Genen liegt, ist bisher noch offen.
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