Ernährung: Knackige Kost 

Artikel vom 02.08.2010
Kleine Heuschrecke

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Kleine Heuschrecke, eine Portion von 100 g enthält 153 Kalorien, 6,1 g Fett, 238 mg Phosphor, 5 mg Eisen, 35 mg Kalzium, 3,9 g Kohlenhydrate und 20,6 g Protein

Wenn man heute schon bayerische Weißwurst in Tokio und umgekehrt bei uns an jeder Straßenecke rohen Fisch aufgetischt bekommt – warum sollte man seinen Speisezettel nicht noch mehr ausweiten? Zumal, wenn die neuen Nahrungsmittel fettarm und reich an Mineralstoffen sind. Das sagt jedenfalls die Lebensmittelbehörde der Vereinten Nationen, die FAO. Sie bereitet eine Kampagne vor, mit der den Menschen weltweit Insekten schmackhaft gemacht werden sollen.

Grillen und Grashüpfer haben nämlich ebenso viel Eiweiß wie ein Steak, aber ihre Zucht ist viel billiger und beansprucht weniger Land. Schon heute werden Insekten in vielen Ländern gegessen: In Mexiko würzt man Soßen mit Wanzen, in Thailand frittiert man Wasserwanzen, die Aborigines in Australien schätzen das säuerliche Aroma von Ameisen. Die FAO sieht in der Insektenzucht eine Chance, die Lebensmittelversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung zu sichern. Übrigens: Kochbücher mit Insektenrezepten gibt es auch im deutschen Buchhandel.


(NG, Heft 9 / 2010, Seite(n) 26)


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