Bild: Lee Grismer Vergrößern
Farben, die die Sinne verwirren, standen Pate bei der Namensgebung für diesen Gecko: Cnemaspis psychedelica.
Hon Khoai ist eine felsige, dicht bewaldete Insel vor der Südspitze Vietnams. Nur wenige Menschen kommen hierher, und Wissenschaftler noch viel seltener. Doch der von NATIONAL GEOGRAHIC geförderte Echsenforscher Lee Grismer aus Kalifornien ist darauf spezialisiert, an abgelegenen Orten nach unbekannten Arten zu fahnden. Als er Hon Khoai im Jahr 2008 besuchte, wurde er nicht enttäuscht: Nach der Auswertung seiner Funde konnte er nun verkünden, zwei neue Gecko-Arten aufgespürt zu haben.
Besonders begeistert ist er von Cnemaspis psychedelica und dessen orange-gelb-grün-blauem Schuppenkleid. „Ich wollte meinen Augen nicht trauen“, berichtet er. „Die meisten Geckos sind nachtaktiv, doch dieser saß am hellen Mittag auf einem Stein.“ Die Farben sollen wohl Vögel warnen: Ich schmecke nicht gut. Untersuchungen des Erbguts ergaben, dass diese Art schon seit 20 Millionen Jahren existiert – länger als jede andere Spezies seiner näheren Verwandtschaft. In Südostasien hat Grismer schon mehr als 30 neue Arten von Reptilien entdeckt: „Für Echsenforscher ist das eine Schatzkammer“, schwärmt er.
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