Gesellschaft: Grenzenlose Arbeitswelt

Artikel vom 01.04.2007
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Bild: iStockphoto.com / Albert Lozano Vergrößern

Es sind meistens Kleinbeträge, aber sie summieren sich zu Milliarden. Arbeitsmigranten, die fern der Heimat Geld verdienen und damit ihre Familien unterstützen, haben nach Angaben der Weltbank im Jahr 2005 umgerechnet fast 200 Milliarden Euro überwiesen - beinahe doppelt so viel wie noch im Jahr 2000. Für diesen Anstieg gibt es zwei Erklärungen. Die eine ist, dass auf der Welt nie zuvor so viele Menschen außerhalb ihres eigenen Landes arbeiteten. Die andere: Seit den Terroranschlägen im September 2001 in den USA wird überall viel genauer überwacht, wer wem wie viel Geld wohin schickt. Dennoch, so eine Schätzung, blieben Geldbewegungen in Höhe von vermutlich weiteren rund 100 Milliarden Euro unentdeckt. Das weitaus meiste Geld wird aus den USA überwiesen, Deutschland steht hinter der Schweiz auf Rang vier der Liste.

Indien, China und Mexiko führen die Empfängerländer an. Mit diesem Geld wird viel Elend gelindert, über die langfristigen Folgen gehen die Meinungen der Fachleute aber auseinander. Die einen fordern, Arbeitsmigration zu erleichtern, weil das Geld die Entwicklung in den armen Ländern fördern würde. Andere fürchten, dass Zahlungen aus dem Ausland die Abhängigkeit der Entwicklungsländer vergrößern und man dort selber weniger engagiert gegen die eigenen Probleme angehen würde.

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