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Ein Junge arbeitet in einer kleinen Näherei in Delhi, Indien.
Rund um die Welt sind Kinder als Straßenverkäufer und Reinigungskräfte in Restaurants ein alltäglicher Anblick. Doch das ist nur der sichtbare Teil des Problems. Einer Studie der Vereinten Nationen zufolge müssen 215 Millionen Kinder arbeiten – die meisten (60 Prozent) in der Landwirtschaft, oft für wenig oder gar keinen Lohn. Dabei seien Kinder, die im familiären Haushalt putzen oder kochen müssen, noch nicht einmal berücksichtigt, erklärt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.
Die gute Nachricht: Von 2004 bis 2008 sank die Anzahl der Kinderarbeiter um sieben Millionen – dank staatlicher Eingriffe in einigen Ländern Asiens und in Südamerika. Schlimm ist die Lage aber besonders in Afrika südlich der Sahara: Dort muss jedes vierte Kind arbeiten. Die Vereinten Nationen drängen deshalb auf eine Förderung der Schulbildung und auf Bündnisse von Regierungen und Gewerkschaften. Allein im südlichen Afrika könne man zum Beispiel mit allgemeinen Investitionen von 140 Milliarden Dollar binnen 20 Jahren eine wirtschaftliche Gegenleistung im Wert von 724 Milliarden Dollar erzielen. Ein großer Teil davon wären Einsparungen bei der medizinischen Versorgung, wenn Kinder keine gefährlichen Arbeiten mehr verrichten müssten. „Die Welt kann sich das leisten“, so schließt der Bericht.
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