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Ziegen erklimmen für Arganfrüchte auch schwankendes Geäst.
Im Südwesten Marokkos kommt es vor, dass Ziegen im Geäst der Arganbäume nach Resten suchen, die Berberfrauen bei der Ernte übrig gelassen haben. Die Menschen hier nutzen die Nüsse schon lange. Ihr Vitamin-E-reiches, aromatisches Öl dient der Ernährung ebenso wie der Haut- und Haarpflege. Inzwischen bessern die Berber damit auch ihr Einkommen auf. Denn seit kurzem sind Kunden in aller Welt auf dieses Naturprodukt aufmerksam geworden, Seife und Lotions mit Argananteilen finden regen Absatz.
Bei Preisen um die 40 Euro für einen Viertelliter Öl lohnt sich die Mühe, die harten Kerne der Arganfrüchte von Hand zu knacken, um an die Nüsse zu gelangen. Wo noch vor zehn Jahren gerade mal zwei Kooperativen Öl pressten, beschäftigen heute rund 100 Kleinunternehmen schon 4000 Frauen mit dieser Arbeit. Wegen der wachsenden Nachfrage stößt die Produktion aber an Grenzen. Die Bäume wachsen von Natur aus nur in Marokko, und bis ein neu gepflanzter Baum Früchte trägt, vergehen 25 Jahre. Das Öl ist inzwischen so teuer, dass die Marokkaner selber es sich kaum noch leisten können.
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