Bild: Rebecca Hale Vergrößern
Dieses Kunstherz (hier ein Prototyp) schlägt nicht, es lässt das Blut kontinuierlich strömen.
Notärzte müssen künftig vielleicht umlernen: Falls sie bei einem Menschen keinen Puls fühlen, heißt das nicht zwangsläufig, dass er tot ist. Ein herzkranker Texaner hat in diesem Jahr erstmals fünf Wochen lang mit einer Blutpumpe gelebt, die nicht „schlägt“.
Das Foto auf dieser Seite zeigt eine Entwicklung der amerikanischen Herzspezialisten Billy Cohn und Bud Frazier: In ihrem Kunstherz lassen zwei Rotoren das Blut kontinuierlich fließen, anstatt es, wie in der Natur, im Sekundentakt zu pumpen. Weil dieses Herz kaum bewegliche Teile hat, kann es kleiner ausfallen als bisherige Modelle, die täglich bis zu 100000-mal schlagen.
Für Tierversuche bastelten die Entwickler ihre Blutpumpe aus Baumarktteilen zusammen, die sie sterilisiert hatten. Bei dem herzkranken Texaner ersetzten sie vorübergehend dessen konventionelles Kunstherz.
Cohn meint, die Zeit sei reif für Ideen jenseits der Bionik. «Mutter Natur hat ihr Bestes getan», sagt er. «Jetzt probieren wir etwas Neues.»
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