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Früher schien es so einfach: Wenn das Wasser des Pazifiks am Äquator wärmer war als in durchschnittlichen Sommern, riefen die Meteorologen ein El-Niño-Jahr aus. Sie warnten dann, es könne an der amerikanischen Westküste mehr Regen und Sturmfluten geben, in Asien und Australien dafür extreme Dürren. Nun hat aber das Georgia-Institut für Technologie in Atlanta, USA, ein neues Phänomen als Folge hoher Temperaturen im Pazifik ausgemacht. Die Kunst weiträumiger saisonaler Wettervorhersagen ist damit noch komplizierter geworden.
Jetzt gesellt sich El Niño Modoki (abgeleitet vom japanischen „ähnlich, aber anders“) zum warmen El Niño und seiner kalten Schwester La Niña. Wenn sie vorherrscht, ist das Wasser im Pazifik kühler als im Durchschnitt, in der Karibik steigt dann die Hurrikangefahr. Anders als El Niño scheint El Niño Modoki aber dessen Schwester zu gleichen: Er verursacht im Atlantik und in der Karibik ebenfalls mehr heftige Stürme. Nach den Prognosen sollte 2009 eigentlich ein Modoki-Jahr werden, und die Hurrikanfurcht in der Karibik war groß. Dann setzte sich aber doch El Niño durch. Das Ergebnis: die wenigsten tropischen Stürme im Atlantik seit 1997.
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