Kultur: China isst amerikanisch 

Stäbchen

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Auf den Etiketten in Hemden, Schuhen und an Spielwaren steht sehr oft «Made in China». Wer wollte nicht darauf wetten, dass auch Essstäbchen dort hergestellt werden? Er läge falsch.

Der Grund: Es gibt in China zu wenig geeignetes Holz. Und so hilft eine Fabrik im 17000-Einwohner-Städtchen Americus im US-Bundesstaat Georgia, die enorme Nachfrage in Asien zu ­decken: Zehn Millionen Paar werden in Americus hergestellt und nach China, Japan, und Südkorea exportiert. Jede Woche!
Wie das? Der Eigentümer der Fabrik, Jae Lee, ist Koreaner. Land in Georgia ist billig. Vor allem aber: Es wachsen dort Unmengen von Pappeln und Amberbäumen, deren weiches Holz sich ideal für Einwegartikel ­eignet. Auch die Umwelt leide nicht, sagt Lee. Er verarbeite für seine Stäbchen haupt­sächlich Holzabfälle einer nahe gelegenen Papiermühle.


(NG, Heft 12 / 2011, Seite(n) 33)


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