Kultur: Kurz gesagt

Artikel vom 07.07.2010
Emoticons-1

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In asiatischen Emoticons stehen die Augen im Zentrum, in westlichen ist es der Mund. Bei uns muss man den Kopf drehen, um die Bilder zu erkennen.

Emoticons in E-Mails und SMS bringen die Dinge auf den Punkt. Wie das Blinzeln ;-) am Satzende: Nimm’s nicht so ernst. Die Bildzeichen sind heute allgegenwärtig; erfunden wurden sie lange vor dem digitalen Zeitalter. 1881 veröffentlichte das amerikanische Magazin Puck den Artikel „Typographical Art“, in dem vier Gesichtsausdrücke mit Tastenanschlägen dargestellt waren: Melancholie, Unsicherheit, Erstaunen und Freude. Der Informatiker Scott Fahlman von der Carnegie-Mellon-Universität verwendete den Smiley :-) ein Jahrhundert später zum ersten Mal im Intranet. Heute sind Emoticons weltweit beliebt; auf japanischen Handys gibt es Hunderte davon. "Für unsere Bildung und Zivilisation", sagt Fahlman schmunzelnd, "sind sie dennoch wohl keine Gefahr."


(NG, Heft 8 / 2010, Seite(n) 20)


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