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Bei den Totenkopfäffchen sind von Natur aus fast alle männlichen Tiere rot-grün-blind.
Farbenblindheit könnte heilbar werden. Bei dieser Sehbehinderung fehlt ein Gen, das die Unterscheidung von Rot und Grün ermöglicht. Nun wurden Totenkopfäffchen durch eine Gentherapie von dieser Sehschwäche geheilt. Bei dieser Affenart sind von Natur aus fast alle männlichen Tiere rot-grün-blind. Forscher spritzten den Versuchsäffchen über längere Zeit die fehlenden Gene direkt in die Netzhaut. Diese Gene enthalten den Bauplan für das Sehpigment L-Opsin. 20 Wochen später konnten die Tiere am Computerbildschirm rote und grüne Punkte unterscheiden, und mit der Zeit verbesserte sich ihre Wahrnehmung sogar weiter.
Die Forscher hoffen, mit dieser Therapie künftig den weltweit rund 200 Millionen farbenblinden Menschen – überwiegend Männern – helfen zu können. Denen stünden dann mehr Berufsmöglichkeiten offen. Es wäre auch ein Lichtblick für die Heilung anderer genetisch bedingter Sehschwächen. Unterdessen hat eines der kurierten Totenkopfäffchen eine ganz besondere Vorliebe für Schokodragees in grüner Zuckerhülle entdeckt.
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