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Vor rund 90 000 Jahren weideten in den Gebirgstälern im heutigen Nordwestspanien noch Nashornherden. 1970 fanden britische Forscher das Fossil eines Jungtiers, das aus ungeklärten Gründen in der Höhle umgekommen war - und glaubten, es seien die Überreste eines Esels. Später erklärten es spanische Fachleute zu einem prähistorischen Bären und wollten es nach Madrid überführen. Die Bewohner der Gegend mochten einen so außergewöhnlichen Fund aber nicht herausrücken; er sei eine touristische Sehenswürdigkeit. Mit dem Schlachtruf "Lang lebe der Bär!" setzten sie sich durch.
Im Jahr 2000 stellte dann die Paläontologin Ana Pinto Llona klar: Der Bär war ein Nashorn. Aber was für eines? Durch vorsichtiges Abkratzen von anhaftendem Gestein legte Pinto Llona einen Zahn in dessen ursprünglicher Form frei und entdeckte Erstaunliches: Die Höhle La Peruyal enthielt das vermutlich einzige vollständige Skelett eines Spitzmaulnashorns der Art Stephanorhinus hemitoechus, die inzwischen ausgestorben ist. "Das Jungtier war wohl erst anderthalb Jahre alt", schätzt Pinto Llona. Derzeit wird nahe der Höhle ein Museum errichtet, in dem ein Abguss des Fossils noch mehr Touristen anziehen soll.
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