Bild: Denver Museum of Nature and Science Vergrößern
Die Bandscheibe eines Mastodon an der Ausgrabungsstelle in Colorado.
Der Bulldozer-Fahrer traute seinen Augen nicht. In der Nähe eines Stausees bei Snowmass Village in Colorado stieß er im vergangenen Frühjahr mit seiner Planierraupe auf einen ganzen Haufen Eiszeit-Fossilien. Viele der Knochen – auch ein Unterkiefer – stammen von Mastodonten, einer ausgestorbenen Elefantenart. Vermutlich grasten die mächtigen Rüsseltiere an einem Waldrand. Aber warum starben so viele ausgerechnet hier?
Kirk Johnson vom Museum der Naturwissenschaften in Denver stellt sich ein grausiges Szenario vor: Wenn die Erde damals bebte, schmolz der Boden, und ganze Mastodon-Familien versanken darin. Kurz darauf erstarrte die Erde wieder. Unfähig sich zu bewegen, verhungerten die Mastodonten qualvoll. «Wenn wir mit dieser Vermutung richtig liegen», sagt Johnson, «war der See in der Eiszeit eine richtige Todesfalle.»
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