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Kiruna ist die nördlichste Stadt Schwedens. Ihr Umzug wird Jahrzehnte dauern.
Was tut eine Gemeinde, die dabei ist, sich selber den Boden unter den Häusern wegzugraben? Die schwedische Stadt Kiruna, nördlich des Polarkreises gelegen, hat beschlossen, das Stadtzentrum mit seinen 18000 Einwohnern und allen wichtigen Gebäuden um vier Kilometer zu verlegen. Der Ort liegt über einem der ergiebigsten Eisenerzvorkommen der Welt. Seit dem Beginn des Bergbaus vor 110 Jahren wurden 1,1 Milliarden Tonnen Erz geschürft. Nun durchziehen Risse den Boden, die Gefahr von Einbrüchen steigt.
Die Mine zu schließen war für die Bewohner keine Alternative: Die meisten verdienen dort ihren Lebensunterhalt. Also sollen Häuser, Läden und eine 98 Jahre alte hölzerne Kirche auf stabilen Untergrund verlegt werden. Einige Gebäude wird man Ziegel für Ziegel ab- und wieder aufbauen, manche Holzhäuser sollen auf Tiefladern transportiert werden. Die Verlegung von Gleisen, Straßen und Stromleitungen hat begonnen.
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