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Freskos können mit Bakterien zu neuem Glanz gebracht werden.
Eine in Italien entwickelte Technik zur Reinigung empfindlicher Fresken wurde jetzt erstmals bei einem berühmten Kunstwerk in Spanien eingesetzt: Die Restauratoren ließen den jahrhundertealten Schmutz von Bakterien wegfressen.
Mehr als 1200 Quadratmeter groß ist das Fresko aus dem 17. Jahrhundert in der Kirche Santos Juanes in Valencia. Im Spanischen Bürgerkrieg wurde das Gemälde durch einen Brand erheblich beschädigt. Von früheren Restaurationsversuchen stammen unschöne Leimreste, und Tauben, die in den Wänden nisten, haben ätzende Exkremente hinterlassen.
Mikrobiologen der Polytechnischen Universität Valencia züchteten nun einen Bakterienstamm, der sich besonders gern von jenen organischen Stoffen ernährt, aus denen die Verunreinigungen des Freskos bestehen. Die Keime werden aufgesprüht und 90 Minuten später mit einem Schwamm wieder abgetupft. Verbliebene Bakterien gehen ein, sobald die Wand trocknet. Danach leuchten die alten Farben in neuem Glanz.
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