Technologie: New York ganz unten

Artikel vom 01.05.2006

Der Arbeitsplatz ist kalt, dreckig - und zuweilen tödlich. Vom schweren Gerät erschlagen oder überrollt zu werden ist nur eine von vielen Gefahren, tief unter der Erdoberfläche, in schlüpfrigen, schwarzen Tunneln. Das ist das Reich der "Erdferkel", einer einzigartigen Truppe von Männern: Sie buddeln die Versorgungsröhren, die New York am Leben halten. Den Namen - sandhogs - erhielten sie schon vor rund 120 Jahren. Damals schachteten die Vorgänger der heutigen Arbeiter Sand für den Bau der Brooklyn Bridge aus.

Zur Zeit graben sie City-Tunnel Nr. 3, eine 100 Kilometer lange Röhre, durch die ab 2020 täglich viereinhalb Milliarden Liter Trinkwasser fließen sollen (Foto oben). Ralph Huggler (kleines Foto), ist schon 29 Jahre unter Tage dabei. "Ich habe versucht, oben zu arbeiten, in der wirklichen Welt", sagt er. "Es geht nicht; es ist mir dort zu stressig." Zwei seiner Söhne sehen es genauso: Sie sind auch "Erdferkel" geworden.

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