Technologie: Wanze im Nest

Artikel vom 01.02.2008
Funkei

Bild: Jeanne Modderman Vergrößern

Kein Kuckucks-, sondern ein Funkei. Es wird Vögeln untergeschoben, um damit ihr Brutverhalten zu erforschen.

Wenn eine Riesentrappe in einem amerikanischen Tierpark ein Ei legt, stibitzt der Pfleger es aus dem Nest und legt es in einen Brutautomaten. Sonst könnten es Raubvögel oder Waschbären fressen. Der Henne wird ein Gipsei untergeschoben: Dieses hier im Zoo in Washington, D.C., ist mit feinster Technik bestückt (Foto). Sie misst die Temperatur und meldet, wenn das Ei gedreht wird. Die Forscher wollen so mehr über das Brutverhalten lernen und den Erfolg künstlicher Aufzucht steigern. Riesentrappen sind mit bis zu 18 Kilo die schwersten flugfähigen Vögel der Erde. In freier Natur sinkt ihre Anzahl, da ihr Lebensraum in Afrika zerstört wird. Auch Wilderer stellen ihnen nach, denn Angler zahlen bis zu 200 Euro für eine Feder, aus der sie Köderfliegen basteln. Zoos in den USA geben gemauserte Trappenfedern deshalb nun gratis ab.

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