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Die Chinesische Auster wächst deutlich schneller als die kleine amerikanische Schwester.
Lange Zeit war die Chesapeake Bay an der amerikanischen Ostküste mit Austern wie zugepflastert. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts ernteten die Bewohner jährlich an die elf Millionen Kilo dieser Muscheln. Doch Sammelwut, Wasserverschmutzung und Krankheiten haben die einheimischen Austern stark dezimiert.
An ihre Stelle soll nun die Chinesische Auster rücken. Zoologen in Virginia haben eigens eine sterile Sorte gezüchtet. Die Austern dürfen zwar wachsen, sich aber nicht vermehren und so möglicherweise unkontrolliert verbreiten. Die Küstenbewohner versprechen sich zweifachen Gewinn von der Ansiedlung: die Rettung ihres Austernhandels und die Reinigung des Wassers. Denn der gelbe Riese schmeckt nicht nur gut, er soll auch als biologisches Klärwerk den Dreck aus der Bucht filtern.
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