Umwelt: Golf wird grüner

Artikel vom 20.04.2010
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In Spanien ist zur Bewässerung eines Golfplatzes pro Jahr so viel Wasser nötig, wie eine Stadt mit 15000 Einwohnern verbraucht.

Wenn Umweltschützer, Rasenpfleger und Golfspieler ausnahmsweise einer Meinung sind – dann ist die Rede von einem Gras namens Paspalum. Der teppichartige Bodendecker übersteht kurze Dürreperioden ohne Schäden, und man kann ihn sogar mit salzhaltigem Brackwasser gießen. Damit ist er der ideale Bewuchs für Golfanlagen an Küsten. Weil das Salz zudem das Wachstum unerwünschter Pflanzen verhindert, sinkt auch der Bedarf an chemischen Unkrautvernichtungsmitteln.

Paspalum wächst von Natur aus an Stränden in Südafrika und Südamerika. Innerhalb eines Jahrzehnts haben Züchter mehrere Varianten dieser Grasart hervorgebracht und auf Golfplätzen von Costa Rica bis nach Ägypten ausgesät. Besonders in Spanien, wo das Trinkwasser im Sommer an vielen Orten knapp wird, setzt man nun auf das neue Grün. Bisher braucht man dort nach einer Studie des WWF 700000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr zur Beregnung eines Golfplatzes. Damit ließe sich eine Stadt mit 15000 Einwohnern versorgen. Im regenreicheren Deutschland reicht diese Menge für die Bewässerung von mehr als 20 Golfanlagen.


(NG, Heft 5 / 2010, Seite(n) 28)
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