Umwelt: Kampf dem Kudzu

Kudzu

Bild: Steve Robinson Vergrößern

Kudzu, eine Kletterranke aus Asien, hat eine Hütte in den USA überwuchert. Nun soll ein Pilz das Kraut vernichten.

Die Blüten einer weinähnlichen asiatischen Ranke entzückten mit ihrem Duft die Besucher einer botanischen Ausstellung in Philadelphia. Das war 1876. Von 1930 an versuchten dann die amerikanischen Südstaaten mit diesem importierten Gewächs namens Kudzu, die Bodenerosion zu stoppen. Doch das Kraut geriet außer Kontrolle. Bis heute hat es rund 3,2 Millionen Hektar überwuchert, das entspräche der Fläche von Nordrhein-Westfalen. Kein Mittel half dagegen. Doch nun haben Botaniker einen Pilz gefunden, der helfen könnte: Myrothecium verrucaria. Wird er morgens verspritzt, sind Blätter und Stängel des Kudzu abends verwelkt. Der Pilz soll als potentes Unkrautvernichtungsmittel bald auch für private Grundbesitzer in den Handel gebracht werden. In Deutschland bereitet seit einigen Jahren das rosablühende, übermannshoch wachsende Japanische Springkraut ähnliche Probleme. Es breitet sich in Gärten und Wäldern aus und verdrängt heimische Pflanzen.



  • Artikel bookmarken
  • Firefox
  • IE
  • del.icio.us
  • Mister Wong
  • Yahoo MyWeb
  • Google
Userkommentare

DISQUS ist ein Angebot von disqus.com und unabhängig von nationalgeographic.de - siehe insoweit die Hinweise zum Datenschutz der DISQUS-Kommentarfunktion

blog comments powered by Disqus