Umwelt: Knabbern statt mähen

Ziege

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Meckernder Unkrautbekämpfer: die Ziege.

Ziegen lieben Giftefeu. Und Wüstensalbei. Und Kudzu. Und Wolfsmilch. Alles Gewächse, die Menschen Kummer bereiten. Weil sie entweder als invasive Einwanderer heimische Pflanzen verdrängen, offene Flächen zuwuchern oder in Dürrephasen Ausgangspunkt von Busch­feuern sind. Ihre mechanische Ausrottung ist teuer, die chemische Bekämpfung kommt ­wegen schäd­licher Nebenwirkungen für Mensch und Umwelt meist nicht in Frage. Das macht die Ziege ­neuerdings zum Hoffnungsträger für biologische Unkrautbekämpfung.

In den USA boomt das Geschäft mit Herden, die man mieten kann: für umgerechnet etwa 150 Euro pro Tag. Sie werden in Naturschutz­gebieten ebenso eingesetzt wie auf Fabrik­geländen. Schafe leisten ähnliche Dienste, Ziegen haben aber den größeren Appetit. Sie fressen zudem effizienter, weil sie an steileren Hängen eingesetzt werden können.


(NG, Heft 1 / 2012, Seite(n) 26)


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