Bild: www.nationalpark-bayerischer-wald.de Vergrößern
Einen wahrhaft erhebenden Waldspaziergang bietet der Nationalpark Bayerischer Wald: Ein Steg durch die Wipfelregion schraubt sich 44 Meter hoch über die Baumkronen.
Höhenangst sollte nicht haben, wer den längsten Baumwipfelpfad der Welt betritt. Er wurde soeben eröffnet und führt 50 Kilometer nördlich von Passau, im Nationalpark Bayerischer Wald, über eine Länge von 1300 Metern – gut gesichert – 25 Meter hoch über den Waldboden, ehe er in eine offene domartige Kuppel mündet. Sie umschließt eine uralte Buche und zwei Tannen, von denen die größere 38 Meter aufragt. Sechs Meter über ihrem Wipfel endet der Holzsteg an einer Aussichtsplattform. Von hier aus kann man weit über den böhmischen Wald hinaus schauen und an klaren Tagen im Süden die Alpenkette erkennen.
Aber ehe der Besucher den Fernblick genießt, sollte er den Wald zu seinen Füßen betrachten: Vögel, Eichhörnchen, Insekten, Moose und Flechten – wohl kaum kommt er den vielfältigen Lebensformen von den Wurzeln bis zu den Wipfeln der Bäume so nahe. Bei einer Steigung von höchstens sechs Prozent können übrigens auch Rollstuhlfahrer die abschließende 500 Meter lange Holzbohlenwendel bis über die Baumspitzen bewältigen. Der Nationalpark Bayerischer Wald ist als Mitglied des Verbandes Nationale Naturlandschaften auch Partner von NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND.
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