Umwelt: Zu hell für die Liebe

Artikel vom 01.06.2009
Leuchtkäfer

Bild: Cathy Keifer / Shutterstock Vergrößern

Wenn die Welt dieser Tage ein bisschen finsterer zu sein scheint, könnte es auch daran liegen, dass rund um den Erdball die Anzahl der Glühwürmchen abnimmt. Das haben Biologen in Europa, Nordamerika und Asien beobachtet. Zum Beispiel in Thailand: Früher entzückte das synchrone Blinken von Millionen Leuchtkäfern entlang der Flüsse des Landes Scharen von Touristen. Manche wähnten sich in Alleen kerzenbestückter Christbäume. Die Einheimischen nutzten die natürliche Beleuchtung, um nachts zu fischen. Doch das Phänomen verglimmt: "Vor 20 Jahren war es noch ein Spektakel", sagt der thailändische Insektenkundler Watana Sakchoowong. "Und nun? Aus." Bisher weiß niemand genau, warum die Glühwürmchen verschwinden, doch neben der Zerstörung ihrer Lebensräume wird die zunehmende Lichtverschmutzung der Umwelt als Ursache verdächtigt. Im Schein erleuchteter Siedlungen und Straßen gehen die Leuchtsignale, mit denen die Käfer ihre Partner suchen, einfach unter.

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