Vulkanologie: Explosive Quoten

Vulkan

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Eyjafjallajökull, Island

Auf Pferderennen oder Fußballspiele wetten ja viele. Im irischen Dublin bietet nun ein Buchmacher an, darauf zu setzen, welcher aktive Vulkan als nächster ausbricht. Das Risiko ist größer als an der Börse: bei Wetten, welcher Vulkan als nächster ausbricht. Schon kurz bevor der Eyjafjallajökull auf Island im vergangenen März mit seinen Aschewolken Europas Flugverkehr lahmlegte, konnte man bei Paddy Power, Irlands größtem Buch­macher, darauf setzen, welcher Berg bald Feuer speien würde. Der Favorit war – mit einer Quote von 7:4 – ein anderer Vulkan auf ­Island: der Katla. Wer dann im Sommer auf einen neuerlichen Ausbruch des Eyjafjallajökull setzte, hätte seinen Einsatz verzehnfachen können, wenn es so gekommen wäre. Als kaum wahrscheinlich gilt zurzeit die Explosion des Supervulkans im Yellowstone-Nationalpark in den USA. Mit einer Quote von 50:1 könnte man bei diesem Ereignis allerdings schlagartig reich werden.

«Aktive Vulkane mit stetigem Lavafluss sind natürlich Favoriten auf einen Ausbruch», sagt Darren Haines, ein Sprecher von Paddy Power. «Bei derzeit schlafenden Vulkanen kann man allerdings auf Quoten von 500:1 kommen.» Die Buchmacher ermitteln die Wahrscheinlichkeit mit dem von Geo­wissenschaftlern entwickelten Explosivitäts-Index. Die Skala reicht von null (nicht explosiv) bis acht (extrem hohe Ausbruchs­wahr­scheinlichkeit). Gezahlt wird aber nur, wenn die Auswurfsäule höher als drei Kilometer aufsteigt.

Wer es auch einmal mit Wetten versuchen will, sich aber nicht auf die Natur verlassen mag, kann bei Paddy Powers übrigens auch dar­auf setzen, mit welchem Staat Außerirdische ihren ­ersten Kontakt aufnehmen werden. Aktuelle Favoriten: die USA – und Irland.


(NG, Heft 9 / 2010, Seite(n) 25)


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