Wetter: Methangewitter

Gewitter

Bild: JH-Photo Vergrößern

Der Volksmund irrt, wenn er behauptet, dass ein Blitz nie zweimal am selben Ort einschlägt. Krasses Gegenbeispiel ist der Maracaibosee an der Nordwestküste von Venezuela. Hier zucken Blitze an 200 Tagen pro Jahr – weil besondere Bedingungen in der Atmosphäre herrschen. Lange Zeit orientierten sich Seeleute an dem Spektakel, das man noch mehr als 150 Kilometer vor der Küste sehen kann. Doch während das alte Volk der Yukpa glaubte, dieses Feuerwerk in Blau, Pink und Weiß entstehe durch den Zusammenprall von Glühwürmchen mit Geistern, hat die Wissenschaft heute eine andere Erklärung für das Phänomen: Eine Schlüsselrolle spielt das Gas Methan, das hier aus Ölfeldern und Sümpfen aufsteigt. Im vergangenen Jahrzehnt sind die Gewitterstürme sogar noch heftiger geworden. Eine Ursache dafür könnte die zunehmende Erwärmung der Atmosphäre sein. Die Blitzeinschläge auf dem Boden haben deutlich zugenommen.



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